INFOPORTAL BERLIN

Immer wiederkehrende Fragen einfach erklärt

Finanzamt-2

Wie bleibe ich Gesetzeskonform?

Alle Angaben sind vollständig und rechtzeitig an das Finanzamt einzureichen. Nachstehend die Fortsetzung vom ersten Artikel Finanzamt-1.

Die Steuerhinterziehung Definition:

Die Hinterziehung von Steuern ist in Deutschland eine Steuerstraftat, die nach § 370 Umsatzsteuer und Finanzamt-2der Abgabenordnung (AO) mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe geahndet wird. In besonders schweren Fällen besteht die Ahndung in Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Auch der Versuch ist strafbar. Straffreiheit tritt ein, wenn der Täter sich selbst anzeigt, bevor die Finanzbehörde die Ermittlungen beginnt und die hinterzogene Steuer innerhalb einer von der Finanzbehörde zu setzenden Frist nachentrichtet (§ 371 Abs. 3 AO).

Wie kann ich nun feststellen ob ich bereits Steuern hinterzogen habe?

Sehen wir einmal auf die uns vorliegenden Abrechnungen. Dabei erkennen wir im Regelfall drei Angaben.

  1. Warenwert 37,34 EUR
  2. MwST (19%) 7,10 EUR
  3. Rechnungsbetrag 44,44 EUR

Ist auf der vorhandenen Abrechnung die Umsatzsteuer von 19% ausgewiesen, somit beginnt die Steuerhinterziehung bereits mit der 1. Provisionsabrechnung.

Eine private Anmerkung von mir. Warum die Umsatzsteuer von derzeit 19% für gekaufte Waren in der Umgangssprache als Mehrwertsteuer bezeichnet wird hat sich mir bis heute noch nicht erschlossen. Warum soll eine Ware für die ich zusätzlich 19% an den Fiskus abtreten muss etwas „mehr Wert“ sein?

Der nächste zu beachtende Umstand bei unseren Rendezvous ist folgender:

Wie sieht es mit den Provisionsabrechnungen im Zusammenhang mit der Einkommensteuer aus.

Der Grundfreibetrag im Jahr 2015 betrug:

  • 8472,- für Ledige
  • 16944,- für Verheiratete

Wenn Sie jetzt der Meinung sind das Sie darunter liegen und nichts zu machen brauchen begehen Sie schon wieder einen Fehler.

Ihre Gewerbe müssen Sie ab Aufnahme der Tätigkeit anmelden und dem Finanzamt Ihre Einnahmen ab dem 1. verdienten Euro offenlegen.

Die Gewerbeanmeldung

Wer in Deutschland Waren und Dienstleistungen verkauft oder mit diesen handelt, ist grundsätzlich verpflichtet, dafür ein Gewerbe anzumelden.

Das Finanzamt

Das Gewerbeamt schickt die Daten des Selbstständigen an alle zuständigen Behörden weiter. Nach der Anmeldung beim Gewerbeamt wird sich danach das Finanzamt beim Unternehmer melden.

Das Finanzamt-2 schickt einen Fragebogen zur Betriebseröffnung der ebenfalls ausgefüllt werden muss. In diesem Fragebogen kann sich der Unternehmer für die Kleinunternehmerregelung entscheiden.

Die Kleinunternehmerregelung greift nur bis zu einem Jahresumsatz von 17.500 EURO im Gründungsjahr, beziehungsweise 50.000 EURO im Folgejahr. Wer auf sie verzichtet ist fünf Jahre an die Abgabe von Umsatzsteuer Vorauszahlungen gebunden.

Wie begebe ich mich auf die sichere Seite?

  1. Melden Sie sich beim Gewerbeamt an
  2. Melden Sie sich beim Finanzamt an
  3. Reichen Sie fristgerecht die Umsatzsteuer Voranmeldung ein
  4. Veranlagen Sie fristgerecht und ordnungsgemäß ihre Einkommensteuer

Beginnen Sie sofort mit einer

  • ordentlichen Geschäftseröffnung
  • sauberen Buchführung
  • Einnahme-Überschuss-Rechnung
  • eventuell einer Bilanz
  • und sicheren Rücklagen

Somit sind Sie auf der sicheren Seit, erhöhen Ihr Ansehen einer seriösen Geschäfts- oder Betriebsführung und brauchen keine Angst mehr vor strafrechtlicher Verfolgung haben.

Gedankenanstoß zu diesen Ausführungen durch das Webinar von Kay Thomma. (Ist inzwischen gelöscht worden und nicht mehr erreichbar. Liegt leider nicht in meiner Verantwortung)

Updated: 1. Januar 2018 — 21:08
INFOPORTAL BERLIN © 2017 >> Impressum << - >> Datenschutz << - >> Disclaimer << Frontier Theme