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Immer wiederkehrende Fragen einfach erklärt

Rauchmelder

Rauchmelder – Ihr Lebensretter an der Decke

Rauchmelder wachen an der Decke

Mehr als 400 Brandtote pro Jahr

Immer noch sterben in Deutschland jährlich mehr als 400 Menschen an den Folgen eines Brandes. 95 Prozent davon werden nicht Opfer der Flammen. Sie ersticken schon vorher an giftigen Rauchgasen. Rauchmelder hätten sie warnen können. Daher sind Rauchmelder eine wirkungsvolle Maßnahme um vor Brandgasen zu warnen.
Beim Ausbruch eines Brandes bleibt den Betroffenen nicht viel Zeit, den durch Brandgase betroffenen Bereich zu verlassen. Die Vergiftung durch Rauchgase kann schon nach zwei Minuten tödlich sein. Durch einen richtig angebrachten Rauchmelder werden entscheidende Minuten eingespart. Wie eben angesprochen ist es sehr wichtig, dass die Rauchmelder richtig angebracht werden.

Physikalisch gesehen steigen die Gase nach oben in den Bereich der Decke auf. Das heißt, die hängend angebrachten Melder nehmen automatisch die aufsteigenden Brandgase auf und lösen den Alarm aus. Dieses erfolgt unter anderem durch eine Lichtschranke – die durch die Brandgase unterbrochen wurde. Auf der Internetseite von „Wikipedia“ sind weiterführende Informationen zu verschiedenen Brandmeldern erklärt.
Sinnvoll ist es die Melder in Kinder- und Schlafzimmer, sowie angrenzende Flure zu installieren. Nicht geeignet ist die Montage von Rauchmeldern in Küchen und Bädern. Hier können aufsteigende Dämpfe den gleichen Effekt auslösen wie die Brandgase.
Die Rauchmelder Pflicht ist bis dato immer noch Ländersache. Bisher existiert in 13 Bundesländern eine Rauchmelder Pflicht. Nähere Angaben zu den unterschiedlichen Bauordnungen können Sie im Internet nachschlagen. In den meisten Bundesländern sind die Vermieter für Installation und Wartung zuständig. Wer etwas über vielleicht nicht so bekannte Suchparameter bei Google etwas wissen möchte kann hier weiterlesen.

Bereits heute haben 14 Bundesländer wie Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen. Ferner Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz. Ebenso Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ein Gesetz zur Installation von Rauchmeldern in privaten Wohnräumen erlassen.

Hilfebedürftige Personen

Besondere Aufmerksamkeit brauchen unbedingt Personen oder Gruppen mit eingeschränkter Wahrnehmung oder Gehbehinderung. Bei Menschen die ihre Evakuierung nicht selbst organisieren können ist es notwendig, vorhandene Konzepte entsprechend anzupassen. Dieses könnten zum Beispiel Zusatzsysteme für Gehörlose oder für Schwerhörigkeit sein. Sie können ein Signalton mit Lichtblitzen oder Vibrationen ausgeben. Sofern externe Hilfe zum schnellen Verlassen der Räume notwendig sein sollte, können unter anderem besonders vernetzte Rauchmelder die Warnung weiterleiten. Mögliche Empfänger sind beispielsweise Nachbarn, Angehörige oder Haus- und Notrufzentralen. Diese können dann selbst schnelle Hilfe leisten bzw. organisieren.

Einzelmelder oder Netzwerkgruppen

Überdies ist folgende Überlegung nicht zu unterschätzen, es ist die Größe des abzusichernden Objektes. Handelt es sich um eine „normale“ Wohnung die sich auf einer Ebene befindet und nicht mehr als 100 qm hat? Dann kann durchaus auf nicht verbundene Rauchmelder zurückgegriffen werden. Insbesondere wenn sich der Wohnbereich über mehrere Etagen ausdehnt, wie z.B. in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus muss man aufpassen. Dann sollte doch die Funkverbindung von mehreren Rauchmeldern in Betracht gezogen werden. Die durchschnittliche Reichweite solcher Melder liegt etwa bei 30 – 40 Metern. Zudem muss beachtet werden, ob Betondecken die Weiterleitung solcher Rauchmelder behindern könnten. Jedenfalls müssen mehrere Melder die Übertragung in die nächsten Etagen garantieren. Damit ist gewährleistet, dass beim Ansprechen eines Rauchmelders die anderen als Gruppe mit ansprechen und den erforderlichen Alarm auslösen.

Persönliches Verhalten beim Alarm der Rauchmelder

Wird mit Sicherheit festgestellt dass es sich nicht um einen Fehlalarm handelt und die Bildung von Rauch wahr genommen wird bitte folgende Schritte durchführen.

  • Sofort über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr alarmieren.
  • Die Wohnung oder das Haus sofort verlassen.
  • Ist ein Verlassen nicht mehr möglich, den vom Brand entferntesten Raum aufsuchen.
  • alle Türen geschlossen halten.
  • In dem Raum wo man sich aufhält das Fenster öffnen.
  • Sich bei den eintreffenden Einsatzkräften bemerkbar machen.

 

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Updated: 20. März 2018 — 0:06
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